Key West und Was man dort erleben kann

Die Fahrt nach Key West dauert laut unserem Garmin Navi ca. 4 Stunden. Diesmal wollten wir aber im Gegensatz zur Ankunft in Miami die Mautstraßen umfahren. Am frühen Vormittag haben wir in der Aventura Mall, die schon in weihnachtlichen Dekor strahlte, noch ausgiebig geshoppt. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an riesigen Hotelschluchten, Yachten und Golfanlagen vorbei. Dies war als das Miami der Reichen und Schönen. Im Großen und Ganzen ziemlich beeindruckend die Yachten vor den Wassergrundstücken am Kanal inmitten der Stadt zu sehen. Während unserer Fahrt zeigte sich Florida von seiner besten Seite. Die Sonne verwandelte den Himmel ganz langsam von einem strahlenden Azurblau in ein wundervolles Rot. Je südlicher wir kamen, desto schöner strahlten die Farben. Vom Auto aus konnten wir das Spektakel auf dem Overseas Highway, der alle Inseln der Keys verbindet, genießen. Danach wurde es schnell stockdunkel und als sich unsere Mägen zu Wort meldeten, rasteten wir an einem kleinen Sushi Restaurant.

Gegen 21 Uhr abends erreichten wir unsere Unterkunft, den Alexander Palms Court. Der Bereich um den Pool lächelte uns in vielen verschiedenen Farben an, die Lichter an den Palmen und der Tiki Kitsch gefiel uns. Unser Zimmer war jedoch nicht so schön, wie wir erhofft hatten. Sehr spatanisch eingerichtet, die Klimaanlage brummt und das Bad genügt keinem europäischen Standard. Die anderen Gäste schienen sich recht wohl zu fühlen, wir hatten aber schon besseres für das gleiche Geld gesehen. Nach und nach verstanden wir auch, warum es keine Bilder von den Zimmern im Internet gab, sondern überall nur der Pool gezeigt wurde. Spontan entschieden wir uns am nächsten Tag unseren Aufenthalt von 9 Nächten auf 5 zu verkürzen. Der Hotelier zeigte sich sehr kooperativ, dafür hatten wir nun 5 Nächte zu planen. Wahrscheinlich werden wir noch einen Stop in Miami und Orlando auf dem Weg zum DisneyWorld einlegen.

Am nächsten Morgen erkundeten wir zuallererst die Hafenstadt Key West mit unseren Longboards. Amerikanische Straßen und Bürgersteige eignen sich bestens dafür auf Rollen erkundet zu werden, da sie wie aus einem Guß gebaut wurden. Die Stadt besteht im Grunde nur aus zwei großen Straßen. Der Duval Street, in der sich alle Geschäfte befinden und die zum Hafen führt. Parallel dazu verläuft die Whitehead Street, der Historic Destrict, in der sich der Leuchtturm, das Hemingway House und auch sonst sehr viele Südstaaten-Häuser befinden.

keywest

Key West ist kein Strand- und Badeparadies, dafür sind die Strände zu klein und die Strömung zu stark. Beeindruckend ist es natürlich trotzdem, da sich Atlantik und der Golf von Mexiko hier Guten Tagen sagen und natürlich werden auch viele Aktivitäten auf dem Wasser angeboten. Wir entschieden uns für einen Rundumschlag, das Ultimate Adventure mit Fury. Wir bekamen sogar extra Rabatt, da die Thanksgiving Holidays noch nicht angefangen haben. Dann wird hier alles um 20 Prozent teurer.

Unser Ausflug enthielt die folgenden Aktivitäten:

  • Sunset Cruise mit Freigetränken
  • Jetski
  • Parasail
  • Kayak
  • Snorkel Trip
  • Trampolin und Kletterburg auf dem Wasser

Der Sunset Cruise war sehr angenehm, da auf dem Boot kaum etwas los war. Auch wenn die Sonne nicht im Meer unterging, bot sie doch ein anschauliches Spektakel am Himmel. Der 6-Stunden Ausflug am nächsten Tag, begleitet von warmen Sonnenstrahlen und ein paar Wolken, machte aufgrund der Vielzahl der Aktivitäten und der Bootscrew auch Spaß. Mir hat am Besten der Jetski gefallen, auch wenn wir nur 10 Minuten fahren durften. Das Trampolin, die Kletterburg und das Kayaken entpuppte sich leider als Nullnummern, da aufgrund der wirklichen starken Strömung schwimmen ohne Hilfsleine unmöglich war. Die Hüpfburgen lagen vollkommen unter der Kontrolle eines Möwen Geschwaders mit den entsprechenden Auswürfen 😉 Das Schnorcheln war hier nicht wirklich beeindruckend, nichts im Vergleich zu Hawaii.

fury

Als wir wieder auf dem Festland und in unserem Hotel ankamen, standen meine sehnsüchtig erwarteten Pakete auf dem Tisch. Ich hatte nämlich schon vor unserem Abflug etwas Elektronik geshoppt und diese zum Hotel liefern lassen.

Ansonsten bietet Key West alles, was man von einer amerikanischen Hafenstadt im Südstaaten Flair erwartet. Leuchtturm, Hardrock Cafe, Ghost Tour, Surfshops, Boutiquen, Ripleys Kuriositäten Museumu, eine Menge Bars, Strip Clubs und viel – sehr viel zu essen. So luxuriös und groß, wie ich es mir vorgestellt hatte, war es jedoch letztendlich nicht. Zu erwähnen wäre noch das Hemingway Haus, in dem Ernest Hemingway der Autor gelebt hat.

Mittwoch hat es den ganzen Tag geregnet, aber nicht so ein Regen, wie wir ihn kennen, sondern richtig tropisch! Riesige Regentropfen, stürmischer Wind, der die Palemnblätter hin und her peitsch, düsterer Himmel, gewaltig bedrohlicher Donner, Blitze und ein tierisch laut prasselnder Regen. Ich habe schon gedacht wir schwimmen bald weg, da es gar nicht mehr aufhören wollte. Jetzt sitzen wir gerade in einem Wasch-Salon um die Ecke und nutzen die Zeit, um unsere Schmutzwäsche zu waschen. Die Waschmaschine brauchte überraschenderweise nur 20 Minuten, der Trockner 30. Verrückte Welt.

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2 Kommentare

  1. Ist ja toll, was ihr schon wieder alles gesehen habt.
    Ist das Wetter jetzt wieder besser?
    Was gibt es denn ständig zu shoppen?
    Bring mal was Schönes für deine Mum mit!!!
    Das nächste Mal können wir ja mitkommen.
    Wir würden auch gern diese herrliche Natur erleben,
    hier ist es wieder mal regnerisch und stürmisch.
    Viele Grüße auch von Doreen (Frisörmeisterin).
    LG Mum

    1. Oh, Shoppen kann man hier bis zum Umfallen 🙂

      Bis auf den einen Tag Sturm und den Regen in der Nacht, haben wir super Wetter. Sonnige 24 Grad 😛

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